Meine Bilder sind Bilder des Lebens. Eine weiße Leinwand zwingt mich zu planen und eine Idee auf die unberührte Fläche zu bringen. Ich ziehe meine Spuren, klebe, schütte, kratze, übermale, gebe Farbe auf die Fläche und nehme sie wieder weg, montiere Papier, Holz, Metall, Stoff und lege Schicht um Schicht auf die Malfläche.

Dabei denke ich an das Leben, das Schicht um Schicht wächst. Ich denke an die Fülle der Emotionen, an Glück und an Verletzungen, ich denke daran, dass mit zunehmendem Alter die Schichten schöner und interessanter werden und die kühle Glätte der weißen Leinwand Struktur und Tiefe bekommt.

Meine Bilder werden immer dichter und bekommen so Atmosphäre, sie sind Bewegungsräume, sie zeigen sichtbare Fassaden über verborgenen Tiefen. Die Bildräume werden dreidimensional und sprengen oft die vorgegebene Fläche. Es geht um die Spannung im Gegensatz von Dynamik und Ruhe, Helligkeit und Dunkelheit, Materialien, es geht um Nähe und um Ferne.

Es ist immer ein Suchen nach der Mitte, nach Balance als Bestandteil unserer Existenz.